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Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) wird klar, dass ihre Familie in den Fall verwickelt ist – das hat unangenehme Folgen.Foto: Radio Bremen / Jörg Landsberg
#Bremer Köpfe
18. Juli 2024

Von frittiertem Gebäck und rotierenden Autos

„Tatort: Donuts“: Jasna Fritzi Bauer im Interview

Im vierten Bremer „Tatort“ dreht sich alles um Donuts. Die gleichnamige Folge spielt in Bremerhaven, der ehemaligen Heimat von Kommissarin Liv Moormann, gespielt von Jasna Fritzi Bauer. Neben den Ermittlungen zu einem Mordfall in der Auto-Tuning-Szene wird die Ermittlerin dabei mit ihrer Familie konfrontiert. Im Interview erzählt die Schauspielerin, was es mit dem Titel auf sich hat, was sie an Bremen schätzt und was es für ihre Figur bedeutet, nach Bremerhaven zurückzukehren.

Im vierten Bremer „Tatort“ dreht sich alles um Donuts. Die gleichnamige Folge spielt in Bremerhaven, der ehemaligen Heimat von Kommissarin Liv Moormann, gespielt von Jasna Fritzi Bauer. Neben den Ermittlungen zu einem Mordfall in der Auto-Tuning-Szene wird die Ermittlerin dabei mit ihrer Familie konfrontiert. Im Interview erzählt die Schauspielerin, was es mit dem Titel auf sich hat, was sie an Bremen schätzt und was es für ihre Figur bedeutet, nach Bremerhaven zurückzukehren.

Frau Bauer, mögen Sie eigentlich Donuts?

Süßes, klebriges Zeug mag ich nicht so gerne. Wo ich Donuts aber richtig gerne mag, ist in Amerika. Allerdings schmecken die dort auch einfach anders.

Beim Titel Ihres neuen Falles denken einige wohl tatsächlich an das Gebäck. Worum geht es in „Donuts“ wirklich?

Es geht darum, sogenannte Donuts mit dem Auto zu fahren. (Anm. d. Red.: Kreise, die mit durchdrehenden Auto- oder Motorradreifen auf den Asphalt gemalt werden)

Ihre Figur Liv Moormann begibt sich im Film in die Auto-Tuning-Szene. Das ist wahrscheinlich ein Bereich, mit dem Sie im echten Leben eher wenig zu tun haben, oder?

Nee, mit Auto-Tuning hatte ich bisher wirklich gar nichts zu tun (lacht).

Sind Sie denn eine gute Autofahrerin?

Ich habe erst seit 2022 meinen Führerschein, deshalb kann ich von mir nicht behaupten, dass ich eine ganz tolle Autofahrerin bin. Aber ich finde, für die Kürze der Zeit, die ich den Führerschein besitze, fahre ich ganz gut.

Ein zentraler Schauplatz des Falles ist Bremerhaven. Die Stadt, aus der Liv Moormann gebürtig kommt und die sie hinter sich gelassen hat, um bei der Bremer Mordkommission zu arbeiten. Was bedeutet es für Ihre Figur, für die Ermittlungen quasi nach Hause zurückzukehren?

Für die Figur ist es, ein bisschen anstrengend und auch mit Schuldgefühlen verbunden. Ihr ist ganz schön mulmig dabei zumute, nach Hause zu kommen, sie hat auch nicht die allerbeste Beziehung zu ihrer Mutter. Diese Rückkehr hat letztlich auch etwas Versöhnliches, obwohl überwiegend schreckliche Dinge passieren. Man könnte sagen, Liv hat dort nicht unbedingt die geilste Zeit.

Auf welche Figuren können die Zuschauer sich außerdem freuen?

Luise Wolfram ist dabei und Dar Salim ist auch wieder da, aber nur kurz. Dann bekomme ich meinen alten Kollegen Robert aus Bremerhaven zurück, gespielt von Patrick Güldenberg. Dazu kommen unter anderem Luisa Böse, Angelika Richter und Bozidar Kocevski. Viele von ihnen kannte ich schon vorher durch Freundschaften oder aus dem Theater, alles supertolle Kollegen, auf die man sich freuen kann.

„Donuts“ ist Ihr vierter Bremer „Tatort“ als TV-Ermittlerin, das bedeutet auch zum vierten Mal Dreharbeiten in Bremen. Inwieweit haben Sie die Stadt mittlerweile besser kennen und vielleicht schätzen gelernt?

Ich bin voll gerne in Bremen. Während eines Drehs hat man nicht so viel Zeit, aber ich bleibe öfter mal über ein Wochenende, weil es anstrengend ist, immer nach Hause zu fahren. Ich gehe saugerne im Bürgerpark spazieren, weil man da Ruhe hat und es so schön weitläufig ist. Und das kleine Tiergehege etwas weiter hinten mag ich auch. Genauso schön finde ich es, an der Weser rumzuhängen und im Viertel in eine der Kneipen zu gehen. Inzwischen kenne ich mich ein bisschen aus, weil wir letzten Sommer auch noch eine Ausstellung in der Weserburg gemacht haben. Dadurch habe ich noch mehr Leute kennengelernt und alle waren so nett. Es macht in Bremen echt Spaß, muss ich sagen.

Zurück zu „Donuts“: Warum sollten wir am 2. April unbedingt einschalten?

Einerseits, weil es ein besonderer „Tatort“ ist, weil er dieses Mal in Bremerhaven spielt. Andererseits finde ich es sehr interessant, was vom dortigen Car-Terminal zu sehen ist. Ich finde, dass dieser „Tatort“ sehr schöne Bilder hat, also die Art wie er gefilmt worden ist, und auch einen sehr schönen Cast. Zum Beispiel die Halbschwester meiner Figur und ihr Freund sind wirklich toll zusammen. Man lernt außerdem auch ein bisschen was über Livs Vergangenheit, deshalb würde ich auf jeden Fall einschalten.

Wann und wo?

Der „Tatort: Donuts“ hat am Sonntag, 2. April, im Ersten ab 20.15 Uhr TV-Premiere.

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