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Foto: Focke-Museum
#Bremer Köpfe
5. Dezember 2022

Fotografenfamilie Frank

Ab 9. November: Sonderausstellung im Focke-Museum

Über drei Generationen betrieb die jüdische Familie Frank in Lilienthal am Rande Bremens erfolgreich ein Fotogeschäft, zeitweise auch Filialen in der Hansestadt und in Worpswede.

Über drei Generationen betrieb die jüdische Familie Frank in Lilienthal am Rande Bremens erfolgreich ein Fotogeschäft, zeitweise auch Filialen in der Hansestadt und in Worpswede.

Henry Frank (1879 bis 1931), machte sich mit seinen künstlerischen Landschafts- und Porträtaufnahmen aus dem Teufelsmoor, die er im eigenen Verlag vertrieb, einen Namen. Sein Sohn Julius (1907-1959) knüpfte an die Erfolge an, bis ihn 1936 die Umstände im nationalsozialistischen Deutschland zwangen, das Fotogeschäft unter Wert zu verkaufen und in die USA zu emigrieren. Nach dem Krieg schienen die in Lilienthal einst bekannten und beliebten Franks vergessen, bis der Heimatverein Jahrzehnte später auf ihr Schicksal aufmerksam wurde und die Nachkommen von Julius Frank ausfindig machte. Das Schicksal der Familie und die künstlerischen Arbeiten der Franks werden nun in der von Dr. Karin Walter kuratierten Ausstellung „Julius Frank. Eine jüdische Fotografenfamilie zwischen Deutschland und Amerika“ im Focke-Museum präsentiert. Die Fotohistorikerin konnte dabei auf den umfangreichen Nachlass zurückgreifen, den die in Amerika lebenden Kinder von Krank dem Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte übereignet haben.

Wann und wo?

„Julius Frank. Eine jüdische Fotografenfamilie zwischen Deutschland und Amerika“ ist vom 9. November 2022 bis einschließlich 26. Februar 2023 im Focke-Museum zu sehen.

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