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Foto: DLRG
#Gesundheit
24. Juli 2024

Sicher am Badesee

Bremer DLRG gibt Tipps für das Freizeitvergnügen

Bremer DLRG gibt Tipps für das Freizeitvergnügen

Endlich Sommer, Sonne und Schwimmen im kühlen Nass. Das bedeutet auch: Es ist Hauptsaison für die Ehrenamtlichen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). An insgesamt acht Bremer Badeseen sind sie in den warmen Monaten stets im Einsatz – und jedes Jahr aufs Neue kommt es zu gefährlichen Badeunfällen. DLRG-Pressesprecher Philipp Postulka (kleines Foto) erzählt im Kurzinterview, welche Regeln Badegäste unbedingt beherzigen sollten und wie alle das Badevergnügen unbeschwert genießen können.

Was sind die häufigsten Gründe für Badeunfälle und Todesfälle?

Das sind definitiv Leichtsinn und Selbstüberschätzung. Zum Beispiel haben die abgetrennten Bereiche für Nichtschwimmende durchaus ihren Sinn. An allen acht Badeseen gibt es Abbruchkanten, nach wenigen Metern im flachen Wasser ist der Boden plötzlich nicht mehr mit den Füßen erreichbar. Zudem gibt es Menschen, die die Entfernungen nicht einschätzen können. Sie schwimmen zu weit hinaus und dann versagen ihre Kräfte, sie bekommen Krämpfe, geraten in Panik. Sehr gefährlich sind außerdem Strömungen, auch die in der Weser. Das ist ein Binnenschiffahrtsgewässer, niemand sollte dort baden gehen, auch nicht am Café Sand. Sie sollten lieber ein paar hundert Meter weiter zum Werdersee laufen.

DLRG-Pressesprecher Philipp Postulka. Foto: DLRG

Können Sie uns die wichtigsten Tipps für sicheres Baden nennen?

Alle Baderegeln sind wichtig und haben ihre Berechtigung. Diese gibt es übrigens auch schon für ganz junge Badegäste mit bunten Piktogrammen, in verschiedenen Sprachen und als Malvorlage zum Download auf der DLRG-Homepage. Am wichtigsten ist aber generell: Wer nicht schwimmen kann, bleibt im Nichtschwimmerbereich und geht am besten nie allein ins Wasser.

Was hat die DLRG speziell für Schwimmanfänger:innen in Bremen im Angebot?

Wir haben Kurse für Kinder und Erwachsene, welche von Ehrenamtlichen geleitet werden. Das ermöglicht günstige Kurspreise. Aber die Nachfrage übersteigt vor allem in Bremen bei Weitem das Angebot. Hier gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. In Bremen-Nord gibt es zwar Wartelisten, aber da dauert es teils Jahre, bis jemand einen Platz bekommt.

Wie können Kinder alternativ zum Kurs fit fürs Wasser werden?

Eltern sollten so früh wie möglich mit Wassergewöhnung starten. Dafür genügt im Prinzip, einen Nachmittag die Sachen zu packen und ins Schwimmbad. Schon beim Plantschen merkt man: Wie fühlt sich der Auftrieb an? Wie verhält sich der Körper im Wasser? Wir sehen viele Kinder, die nicht einmal duschen wollen, weil sie Angst vor Wasser haben. Aber das ist reine Übungssache.

Sind Schwimmhilfen empfehlenswert?

Zumindest bieten Schwimmflügel und Co. eine Unterstützung, um den Körper an der Wasseroberfläche zu halten, aber vor dem Ertrinken schützen sie definitiv nicht. Eltern sollten trotzdem immer in Armreichweite bleiben und nichtschwimmende Kinder permanent beaufsichtigen.

Weitere Infos: bremen.dlrg.de

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