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6. Februar 2023

"Nuhr" ein paar Fragen

Kabarettist Dieter Nuhr über Bremen, Reiseziele und Fotografie

Er gilt als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Comedy-Künstler, sein humoristischer Jahresrückblick lockte 4,15 Millionen Menschen vor den Fernseher. Bis vor Kurzem war Dieter Nuhr in Indien, das Interview entstand via E-Mail. Anlässlich seines bevorstehenden Auftritts in der Glocke am 29. Januar sprach er mit uns über das Reisen in ferne Länder, seine Leidenschaft für Fotografie und verrät, was er für 2023 geplant hat.

Er gilt als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Comedy-Künstler, sein humoristischer Jahresrückblick lockte 4,15 Millionen Menschen vor den Fernseher. Bis vor Kurzem war Dieter Nuhr in Indien, das Interview entstand via E-Mail. Anlässlich seines bevorstehenden Auftritts in der Glocke am 29. Januar sprach er mit uns über das Reisen in ferne Länder, seine Leidenschaft für Fotografie und verrät, was er für 2023 geplant hat.

Sie treten im Januar in der Glocke auf, was verbinden Sie mit Bremen?

Mich verbindet mit Bremen in erster Linie die Deutsche Bahn. Manchmal komme ich aber auch mit dem Auto, selten zu Fuß, ich bin kein großer Wanderer. Von der Coronazeit abgesehen war ich regelmäßig mit jedem Programm in Bremen. Insofern ist der Ort für mich wie eine zweite Heimat. Gut, ehrlicherweise eine dritte oder vierte…

Sie verweilten bis vor Kurzem in Indien. In Ihren Social-Media Kanälen geben Sie regelmäßig Einblicke in Ihre Reisen. Welches Land hat Sie bisher am meisten nachhaltig beeindruckt?

Da ist Indien schon mal ganz weit vorn. Man trifft dort auf eine große Gelassenheit und Heiterkeit, obwohl die Menschen erheblich existentiellere Sorgen haben als wir. Bei jedem Besuch dort stelle ich fest, dass das persönliche Glücksgefühl des Einzelnen weniger von den konkreten Lebensumständen abhängt als von der Einstellung zum Leben. Im Leben selbst sind wir Deutsche ja eher Amateure…

Fernab des Humors widmen Sie sich der konzeptuellen Fotografie, stellen europaweit und in Asien aus. Woher kommt Ihre Leidenschaft dafür?

Ich habe Kunst studiert, Bildermachen war immer Teil meines Lebens. Mich reizt an Bildern das Unaufgeregte. Die Arbeit daran ist sehr mönchisch und unaufgeregt. In Deutschland gibt es ja immer ein extrem hohes Erregungspotential. Man wähnt sich ständig betrogen, in Lebensgefahr und von der Welt im Stich gelassen, ob es nun wegen Klimawandel ist oder wegen einer Fußpilzepidemie im Raum Oldenburg.

Mit dem Jahr 2022 haben Sie gerade erst abgerechnet. Was erwartet uns in diesem Jahr von Ihnen?

Ich freue mich auf ein neues Programm im Herbst, auf meine Ausstellung im Maxxi in Rom im Mai und auf neue Reisen, bevorzugt nach Asien, aber natürlich auch nach Bremen. Und am Ende gibt es wieder den Jahresrückblick. Ich arbeite schon daran. Im Grunde bin ich schon fertig.

Dieter Nuhr tritt am 29.1. (ausverkauft) in der Glocke in Bremen und am 21.4. in der Stadthalle Bremerhaven auf.

Das Interview führte Max Stascheit.

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