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Foto: MiB
#Shopping
22. April 2024

Hörbar, lesbar, tragbar

Regionales im Einkaufskorb: Neue Produkte aus der Hansestadt

Musik, Lesestoff, Nahrungsmittel und vieles mehr – Bremens Kreativszene, Unternehmen und Erzeuger:innen sind einfallsreich und stärken mit ihren Produkten die Region. Ihre Angebote haben aber noch einen weiteren Vorteil: Wer vor Ort einkauft, vermeidet lange Transportwege und hilft so, wertvolle Ressourcen und Energie zu sparen. In unserer Rubrik „Bremer Neuheiten“ stellen wir jeden Monat lokale Besonderheiten zum Schenken und Behalten vor.

Musik, Lesestoff, Nahrungsmittel und vieles mehr – Bremens Kreativszene, Unternehmen und Erzeuger:innen sind einfallsreich und stärken mit ihren Produkten die Region. Ihre Angebote haben aber noch einen weiteren Vorteil: Wer vor Ort einkauft, vermeidet lange Transportwege und hilft so, wertvolle Ressourcen und Energie zu sparen. In unserer Rubrik „Bremer Neuheiten“ stellen wir jeden Monat lokale Besonderheiten zum Schenken und Behalten vor.

Feministischer Hörgenuss: Podcast „Lost Sheroes“

Nach einer erfolgreichen ersten Staffel mit viel positivem Feedback geht es für den COSMO-Podcast „Lost Sheroes“ nun weiter: In zehn neuen Episoden werden wieder spannende Lebensgeschichten nicht beachteter Heldinnen erzählt. Vorkämpferinnen, Visionärinnen und Role Models – quer durch alle Zeiten, Backgrounds und einmal um die Welt. „Lost Sheroes“ verbindet dabei Empowerment mit Infotainment und Popkultur mit feministischer Geschichte. Mit dabei sind in der zweiten Staffel auch Heldinnen, die von den Podcast-Hörerinnen und -Hörern vorgeschlagen wurden, wie etwa die Mathematikerin Emmy Noether sowie die Geschichten der iranischen Dichterin Forugh Farrochzād, außerdem der Vorreiterin für queere Lebensentwürfe Catharina Linck sowie der Königin Nzinga von Ndongo und Matamba, einer afrikanischen Ikone im Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit.

Zu hören sind die neuen Folgen von „Lost Sheroes” im vierzehntägigen Rhythmus überall dort wo es Podcasts gibt. 

„Raven Hills“-Gin aus Bremerhaven

Der „Raven Hills“-Gin ist ein New-Western-Dry-Gin, der sich auf die Geschichte eines Apothekers in Raven Hills bezieht, einem Sanatorium für geistesgestörte Kriminelle im England des 18. Jahrhunderts. So ähnelt der Behälter einer Apothekerflasche, die mit einem Briefumschlag mit vier Rezepten versehen, gestaltet als Patientenakte der historischen Nervenheilanstalt. Dieses nuancenreiche Wacholder-Elixier betört durch sein ätherisches Wechselspiel aus zerbrechlichen Orangen- und Zitrusklängen, frischen Gartenkräutern und der kühlenden Kraft sanfter Minzessenzen. Zu den verwendeten Botanicals gehören Wacholder-, Basilikum-, Rosmarin-, Minz-, Orange- und Limettenaroma. Hergestellt von Copper & Brave aus Bremerhaven.

„Raven Hills“-Gin, jeweils 0,5 Liter, 44% Vol., 42,50 Euro.
Erhältlich im „Made in Bremen“-Kaufhaus oder online unter
www.madeinbremen.com.

Karl Wenzel: „Die Seele wird hier drinnen hohl“

Karl Wenzel beginnt 1973 seine Aufgabe als Betreuungsbeamter in der damals modernen, später jedoch umstrittenen Jugendstrafvollzugsanstalt Bremen-Blockland. Er engagiert sich sofort in seinem Berufsfeld und initiiert ein Theaterangebot, um den jungen Inhaftierten eine Perspektive und eine Abwechslung zum Gefängnisalltag zu bieten. Resozialisierung ist das Ziel, das zwar oft erwähnt, aber nur selten gut umgesetzt wird. Karl Wenzel berichtet von seinem Gefängnisalltag, dem Theaterspiel und entwickelt darüber hinaus philosophisch und wissenschaftlich unterlegte Thesen zu Sinn oder Unsinn des Strafvollzugssystems. Im Jahr 2005 wurde die JVA Bremen-Blockland geschlossen. Tipp: Die Premierenlesung des Autors am Dienstag, 2. Mai, 19 Uhr, Bürgerhaus Weserterrassen ist kostenlos.

Erschienen im Kellner Verlag, 152 Seiten, 16,90 Euro.

Waran veröffentlichen „Zwang“-EP

Die Mitglieder von Waran haben sich in Bremen und darüber hinaus längst einen Namen gemacht, spielten und spielen sie doch bei bekannten Bands wie Chung, Party Diktator, Saprize, Queerfish, Terra Flop und Betastone. 2016 als Projekt gestartet, hat es das Quartett sieben Jahren später endlich geschafft, ein Lebenszeichen auf Tonträger und in digitaler Form zu setzen. „Zwang“ beinhaltet sechs Stücke, die alle kompromisslos nach vorne gehen. Der Mix aus Hardcore, Alternative und Punk steckt voller Energie und Präzision mit sozialkritischer, deutschsprachiger Lyrik. Ein echtes Underground-Werk – es wurde komplett ohne Label, Booker und Management in bester DIY-Manier aufgenommen. Mehr als ein Geheimtipp!

Waran „Zwang“, Vynil-EP, 10 Euro. Digital erhältlich unter anderem bei Bandcamp.com für 7 Euro.

Heringssocken für Fischköppe

Bis dato waren echte Nordlichter an der Öljacke oder zumindest an wetterfester Funktionskleidung auszumachen. Nun können Fischköppe und jene, die sich als solche identifizieren, auf ein weiteres Accessoire zurückgreifen, um ihre kulturelle Zugehörigkeit zum maritim geprägten Norden zu erkennen zu geben. Denn es gibt Fisch für die Füße, das sind Socken im Heringsmuster aus der Dose für Küstenfreunde. Die anschmiegsamen Teile sind aus 80 Prozent Baumwolle, 17 Prozent Polyamid und 3 Prozent Elastan gefertigt und auch über die Grenzen der Hansestadt hinaus echte Hingucker!

Heringssocken in der Dose, erhältlich in den Größen 35 bis 40 sowie 40 bis 46 für 12 Euro je Paar, im „Made in Bremen“-Kaufhaus oder online unter www.madeinbremen.com.

Der „Glücksreifen“ als Motiv

Der Reifen als Spiel- und Sportgerät macht den Menschen bereits seit Jahrtausenden Spaß, seit 1958 lassen Jung und Alt den Hula-Hoop kreisen. So finden sich auch auf historischen Fotos immer wieder Reifen: festgehalten als Requisit oder rotierend im Einsatz, professionell oder privat. Claudia Grabowski hat eine ganz besondere Sammlung dieser Bilder zusammengetragen: Neben Studioaufnahmen ab 1880 rückt das Buch vor allem die Alltagsamateurfotografie in den Vordergrund. Bis in die 1970er-Jahre reichen diese Privatbilder, auf denen Menschen mal wild wirbelnd, mal ruhig posierend ihren Moment mit dem „Glücksreifen“ zeigen. Dazu gibt die Autorin einen spannenden Einblick in die Geschichte des Reifenspiels von Tüdelband bis Hula-Hoop.

Erschienen im Schünemann Verlag, 168 Seiten, Hardcover, 18 Euro.

Hinweis

Sie kennen weitere innovative Produkte aus Bremen? Hinweise nehmen wir per E-Mail an die Adresse info@stadtmagazin-bremen.de entgegen.

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