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Foto: Übersee-Museum Bremen / Volker Beinhorn
7. Dezember 2022

„100 % Baumwolle“ im Übersee-Museum

Alle kennen sie, viele lieben sie: Baumwolle. Aber woher stammt die in Rohform so flauschige Faser? Wo überall steckt sie drin? Welche Rolle spielt die mitunter umstrittene Naturfaser im globalen Handel? Und warum ist sie unverzichtbar? In der Sonderausstellung „100 % Baumwolle“ beleuchtet das Übersee-Museum Bremen die 5000-jährige Kulturgeschichte der Baumwolle, zudem Bremens Rolle als Baumwollstadt und das Potenzial des Rohstoffs als Faser der Zukunft. Interaktive Exponate und Stationen laden zum Ausprobieren, Fühlen und Entdecken ein.

Alle kennen sie, viele lieben sie: Baumwolle. Aber woher stammt die in Rohform so flauschige Faser? Wo überall steckt sie drin? Welche Rolle spielt die mitunter umstrittene Naturfaser im globalen Handel? Und warum ist sie unverzichtbar? In der Sonderausstellung „100 % Baumwolle“ beleuchtet das Übersee-Museum Bremen die 5000-jährige Kulturgeschichte der Baumwolle, zudem Bremens Rolle als Baumwollstadt und das Potenzial des Rohstoffs als Faser der Zukunft. Interaktive Exponate und Stationen laden zum Ausprobieren, Fühlen und Entdecken ein.

Die Sonderausstellung wirft einen neuen Blick auf die vermeintliche Allerweltsfaser. „Die Pflanze Baumwolle ist ein prägendes Element der Menschheitsgeschichte und Ausgangspunkt für viele Entwicklungen“, sagt Dr. Jan Christoph Greim, Kurator der Ausstellung und Leiter der Abteilung Handelskunde im Übersee-Museum. Schon vor Tausenden von Jahren entdeckten die Menschen in Indien, Pakistan, Mexiko und Peru unabhängig voneinander, dass sich die weiche, aber reißfeste Pflanzenfaser zu Stoff verweben lässt. Um 1000 nach Christi erreichte die kostbare Baumwolle Europa. Erst im 18. Jahrhundert wurde sie mit der Mechanisierung des Entkörnens und Spinnens zur Massenware – und zum Treiber der industriellen Revolution. Heute wird Baumwolle vor allem in Indien, den USA und China angebaut. Schon 1788 erreichten die ersten Baumwollballen aus Nordamerika den Bremer Hafen. Er stieg in der Folge zum wichtigsten Baumwollhafen Europas auf und Bremen zur wohlhabenden Baumwollstadt. Vor 150 Jahren wurde die hiesige Baumwollbörse gegründet. Noch immer ist die Hansestadt wegen ihr und dem Faserinstitut ein internationales Zentrum für Baumwollforschung und Qualitätsprüfung. All das wird thematisiert, ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Chancen der Naturfaser und zeigt ihre künftigen Einsatzmöglichkeiten – etwa als Ersatz für Kunststoff in Leichtbauwänden oder Handyhüllen, woran in Bremen geforscht wird.

Info

„100 % Baumwolle“ ist bis einschließlich 11. April im Übersee-Museum zu sehen. Nähere Infos: www.uebersee-museum.de

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