Temis Küchen-Talk
Vito Mandurino vom Da Mimmo
Im Da Mimmo in Delmenhorst duftet es seit über 30 Jahren nach Italien. Nun steht die nächste Generation in der Küche: Vittorio „Vito“ Mandurino (24) arbeitet jetzt Seite an Seite mit seinem Vater im Familienrestaurant.
Vito, du bist mit 24 Jahren schon fest im Familienbetrieb dabei. Wie kam es dazu?
Eigentlich war das schon immer mein Traum. Ich bin hier groß geworden. Hausaufgaben an der Bar, Ranzen in die Ecke, danach Papa und Onkel in der Küche unter anderem beim Pizzabelegen geholfen. Das war nie Zwang, sondern hat mir einfach Spaß gemacht.
Gab es trotzdem eine Zeit, in der du etwas anderes machen wolltest?
Oh ja. Nach der Realschule wollte ich direkt in die Gastronomie, aber meine Mutter war strikt dagegen. Also hat sie mir eine Ausbildung in der Logistik organisiert. Zwei Jahre habe ich das durchgezogen. Irgendwann sagte mein Vater: „Wir können nicht alle Ärzte oder Anwälte sein – lass ihn Koch werden.“ Unter einer Bedingung, ich sollte eine richtige Ausbildung machen. So kam ich nach Oldenburg zu Kevin Gideon. Ein super Lehrer, der mich sehr geprägt hat.
Jetzt bist du zurück im Da Mimmo. Wie fühlt sich das an?
Richtig gut. Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen. Ich kann das, was ich in meiner Ausbildung gelernt habe, hier einbringen und lerne gleichzeitig jeden Tag von meinem Vater weiter. Wir ergänzen uns super.
Was bleibt im Da Mimmo gleich, und was bringst du als junger Koch Neues mit?
Das Grundprinzip bleibt natürlich: ehrliche, italienische Küche, familiär und herzlich. Aber ich möchte auch neue Akzente setzen. Kleine Kniffe aus der modernen Küche, frischere Ideen, neue Kombinationen. Pizza Hawaii oder Carbonara mit Sahne sind Klassiker, aber langfristig soll der Fokus stärker auf authentische Basics liegen.
Wie reagieren die Gäste auf deinen Einstieg?
Sehr positiv! Viele Gäste freuen sich, dass ich jetzt mit in der Küche bin und dass die Familie Mandurino gemeinsam weitermacht.
Welches Gericht steht für das „neue“ Da Mimmo?
Zum Beispiel das panierte Kalbskotelett mit warmer Burrata – klassisch, handwerklich, aber mit einem modernen Twist.