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Foto: s+k Consulting & Events GmbH
30. September 2026

Hüttengaudi im hohen Norden

Nina Renoldi, Betreiberin der Almhütte, über die Rückkehr auf den Bremer Freimarkt – ihren Heimathafen

Nina Renoldi, Betreiberin der Almhütte, über die Rückkehr auf den Bremer Freimarkt – ihren Heimathafen

Nina Renoldi, Schaustellerin in sechster Generation, berichtet über ihr Zuhause auf Zeit: die Almhütte auf dem Bremer Freimarkt. Im Küchentalk spricht sie über wetterfeste und feierfreudige Bremer:innen, deftige Klassiker und ihren persönlichen Gänsehautmoment der letzten Saison.

Sie kennen den Freimarkt seit Ihrer Kindheit. Was fasziniert Sie
heute noch genauso wie damals?
Mein Bruder und ich sind bereits die sechste Generation unserer
Schaustellerfamilie. Der Freimarkt ist unser Heimathafen. Als
Kind liebte ich die Geisterbahn, und bis heute ist das Wiedersehen
mit alten Freunden ein Highlight. Für dieses Jahr haben sich schon
einige Schulfreunde für ein Wiedersehen in meiner Almhütte angekündigt.

Was braucht es, damit sich mitten in Bremen plötzlich ein
bisschen Après-Ski-Gefühl einstellt?
Vorweg: Die Bremer:innen sind nicht steif – im Gegenteil. Nach den
Rheinländer:innen gehören sie für mich zu den Feierfreudigsten.
Viele wissen gar nicht, dass der Alpenverein zu den größten Sportvereinen in Bremen gehört. Richtiges Après-Ski-Feeling kommt, sobald es kühler wird: Wir sehen Damen im Dirndl mit langer Unterhose, und bei unserer Aktion „Kostenloser Eintritt im Ski-Dress“ war die Almhütte proppenvoll.

Was unterscheidet das Bremer Publikum von den Gästen auf
anderen Volksfesten?
Die Bremer Gäste sind vor allem wetterfest. Friesennerz an – und
los geht’s. Selbst bei Sturm und Regen ist die Almhütte ausgebucht.
Außerdem erlebe ich sie anständig und bodenständig. Ein lockeres,
angenehmes und verlässliches Publikum.

Was ist bei der Bewirtung in ihrer Almhütte die größte
Herausforderung: die Menge, das Tempo oder der Anspruch,
dass trotzdem alles frisch und gut auf den Teller kommt?
Unser persönlicher Grundsatz lautet: Qualität vor Quantität.

Dennoch bewirten wir zu Spitzenzeiten mit einer 100-köpfigen Mannschaft 1500 Gäste an den Tischen. Unser Ziel ist es, die Wartezeit auf maximal 30 Minuten auszureizen, denn nach der Schweinshaxe wartet die Party.

Welches Gericht darf auf keinen Fall von der Speisekarte verschwinden?
Und was bestellen die Bremer:innen gern?
Deftig geht immer: Schnitzel mit Kartoffelsalat sowie Schweinshaxe
mit Rotkohl und Knödeln sind die Klassiker. Sehr gut angekommen
ist zuletzt auch mein Gulascheintopf.

Was ist für Sie ein kulinarisches No-Go in der Almhütte?
Fisch erwartet bei uns niemand – wir haben es getestet und wieder
gestrichen. Die 17 Freimarkttage nutzen wir aber gern, um Neues
auszuprobieren.

Was muss für die Almhütte tatsächlich aus dem Alpenraum
kommen, und was beziehen Sie bewusst aus Bremen?
Bei uns treffen Alpenschnäpse auf Bremer Haake Beck.

Gab es in der vergangenen Saison einen Almhütten-Moment,
der ihnen in Erinnerung geblieben ist?

Ja. Auf dem letzten Freimarkt haben sich unser Kellner Günther
und seine Ingrid bei uns ihr „Ja-Wort“ gegeben. Die beiden haben
sich in der Almhütte kennengelernt – ein echter Gänsehautmoment
für das ganze Team.

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