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28. Februar 2024

Musik kennt keine Altersgrenze

Der Ü70-Chor Heaven Can Wait geht auf große Tour

Der Hamburger Chor Heaven Can Wait kommt mit seiner Jubiläumsshow und damit zum zweiten Mal nach Bremen ins Metropol Theater.

Der Hamburger Chor Heaven Can Wait kommt mit seiner Jubiläumsshow und damit zum zweiten Mal nach Bremen ins Metropol Theater.

Die Musiker:innen der 70-plus-Generation singen und performen Lieder, die auch ihre eigenen Enkelkinder hören: von Jan Delay über Fettes Brot bis zu Deichkind und vielen anderen. Dieser amüsante musikalische Kontrast macht die Show dabei zu einem verbindenden Erlebnis für mehrere Generationen. Derzeit ist der Chor aber auch wegen eines anderen Projekts in aller Munde: Ein eigener Dokumentarfilm feierte im Herbst Premiere und geht nun bundesweit auf Kinotour.

Der Idee, einen Chor aus Menschen über 70 zu bestücken, ging ein Casting voraus: Im Vorfeld war es Chorleiter Jan Christof Scheibe in erster Linie wichtig, dass der Gesang stimmt – obgleich dieser nicht ausschließlich im Fokus steht, sondern zusammen mit der Präsentation und dem Auftreten der einzelnen Musiker:innen. Scheibe wählte für die Auftritte Songs aus, die zum Chor passen. Das Ziel: Spaß und Vermittelbarkeit der Lieder. „Mit einem Lächeln auf der Bühne zu stehen, ist beim konzentrierten Singen nicht ganz einfach“, erklärt Chormitglied Wolf von Matzenau.

Dabei stellt er heraus, dass es deutlich spürbar ist, mit dem Publikum einen Dialog entstehen zu lassen. Oftmals sitzen im Publikum ihm zufolge drei Generationen: Menschen im Alter der Chormitglieder, deren erwachsene Kinder und Enkelkinder. „Die Menschen nehmen aus unseren Konzerten immer etwas mit, stets passend zu ihren Lebenssituationen. Wir bekommen unterschiedliche Reaktionen, von Glück bis Nachdenklichkeit. Unser Chor bewegt etwas Zentrales, das die Menschen beschäftigt“, so von Matzenau.

Die Songtexte behandeln die kleinen und großen Fragen des Lebens, die auch das Publikum bewegen. Der Chor will zeigen, dass Menschen auch im Alter aktiv sein können, nicht nur zu Hause mit der Decke auf dem Schoß im Sessel sitzen müssen. „Wir haben Menschen im Chor, die im Krieg aufgewachsen sind und eine Lebensgeschichte mit sich tragen, die mit Respekt vom Publikum wahrgenommen wird“, erklärt Wolf von Matzenau stolz.
Um auch im Alter weiterhin lange singen zu können, muss sich jedes Chormitglied präzise und sauber in die Gruppe einfügen: Da die Stimme im Alter schwächer wird, sollte daher regelmäßig trainiert werden, wobei die stattfindenden Konzerte zusätzlich beim Halten der Töne helfen.

Im kommenden Jahr tritt der Chor unter anderem beim Stadtpark Open Air in Hamburg auf, viele weitere Konzerte sind bereits jetzt ausverkauft. Der im letzten Herbst erschienene Dokumentarfilm hat zudem einen großen Popularitätsschub gegeben, die dafür anstehende Kinotour wurde im Vorfeld mit viel Lob angepriesen.

Auch die Hansestadt Bremen steht auf dem Konzertplan des 30-köpfigen Chors. „Wir würden uns wünschen, dass wir in Bremen viele Menschen begeistern, ein ausverkauftes Haus wäre großartig. Wir freuen uns sehr auf die Wesermetropole“, so von Matzenau abschließend.

Weitere Infos und Tickets: www.metropol-theater-bremen.de

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