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Foto: Christina Kuhaupt
18. Juli 2024

„Mein Antrieb ist, etwas zu kreieren“

Konzert in der ÖVB-Arena: DJ Bobo im Interview mit dem STADTMAGAZIN Bremen

Eigentlich heißt er René Peter Baumann, doch die meisten Menschen kennen ihn unter einem anderen Namen: Als DJ Bobo gehört der Künstler zu den bekanntesten musikalischen Exportschlagern aus der Schweiz. Seit mittlerweile drei Jahrzehnten steht der 55-jährige Eurodance-Star auf der Bühne und weiß sich zu präsentieren. So sind vor allem fantasievolle Bühnenbilder das Merkmal seiner Shows. Seine aktuelle „EVOLUT30N“-Tour führt den Entertainer im Juni für ein Konzert in die Hansestadt. Im Interview spricht DJ Bobo über seinen Bezug zu Bremen und seinen bevorstehenden Auftritt.

Eigentlich heißt er René Peter Baumann, doch die meisten Menschen kennen ihn unter einem anderen Namen: Als DJ Bobo gehört der Künstler zu den bekanntesten musikalischen Exportschlagern aus der Schweiz. Seit mittlerweile drei Jahrzehnten steht der 55-jährige Eurodance-Star auf der Bühne und weiß sich zu präsentieren. So sind vor allem fantasievolle Bühnenbilder das Merkmal seiner Shows. Seine aktuelle „EVOLUT30N“-Tour führt den Entertainer im Juni für ein Konzert in die Hansestadt. Im Interview spricht DJ Bobo über seinen Bezug zu Bremen und seinen bevorstehenden Auftritt.

Herr Baumann, Ihre aktuelle Tournee führt Sie im Juni in die ÖVB-Arena. Was erwartet Ihre Fans?

Wir haben diesmal drei Bühnen dabei: zuerst die Hauptbühne, davon circa 20 Meter entfernt eine kleinere Performance-Fläche mitten im Publikum und am Mischpult noch eine weitere Bühne. Die Idee dahinter ist, dass man, egal wo man in der Halle ist, wenigstens einmal am Abend ganz nah dran ist. Manchmal passiert sogar auf allen drei Bühnen was, das ist das Spezielle. Das haben wir uns extra für die Tour ausgedacht.

Stichwort Bremen: Was assoziieren Sie mit der Stadt?

Ich bin mal im Pier 2 aufgetreten und von der Bühne gefallen. Das vergisst man nie (lacht)! Das muss 1996 gewesen sein, da haben wir schon einige große Bühnenteile mitgeschleppt. Die waren viel zu groß für die Halle. Eins davon war nicht wirklich stabil und ist weggeknickt, ich stand leider darauf. Außerdem war mein erstes „Wetten, dass …?“ in Bremen. Da war auch Diego Maradona zu Gast, schon sehr lustig.

Kürzlich kursierte in den sozialen Netzwerken ein Video, auf dem Sie von den Backstreet Boys auf die Bühne geholt werden. Darin sagt AJ McLean, dass er gern mit Ihnen auf Tour gehen will. Was ist dran und wären Sie interessiert?

Ja, da hat mich der AJ wirklich überrascht. Er meint, wir sollen eine gemeinsame Jubiläumstour machen. Da war ich erstmal sprachlos. Aber why not? Das war sicher super spontan, wir waren am Abend zuvor nämlich alle zusammen bei mir zu Hause und haben Raclette gegessen. Da haben wir über alles mögliche Private gesprochen, nur nicht über die Karrieren. Die Jungs und ich stehen ja beide im kommenden Jahr jeweils seit 30 Jahren auf der Bühne. Da sind sicher die Emotionen mit AJ durchgegangen. Sowas geht dann schnell viral. Das wird noch Wellen werfen
(grinst).

Wie lange können Sie sich vorstellen, noch auf der Bühne zu stehen?

Die Frage stelle ich mir tatsächlich auch immer wieder. Wenn ich mich anschaue, frage ich mich manchmal: Ist das noch glaubwürdig, was ich da mache? Dann sehe ich Kollegen wie Cher und Elton John und denke, das ist alles in Ordnung. Dann sage ich zu mir: „Alles cool, mach weiter.“ Im Gegensatz zum Sport haben wir in der Kultur ein wenig mehr Narrenfreiheit. Solange der Antrieb und die Freude da sind, ich neue Ideen habe, will ich weitermachen. Mich treibt nicht zwingend der Applaus, mein Antrieb ist, etwas zu kreieren. Dieses Detail im Job ist zeitaufwendiger als ein Auftritt. Aber der Markt gibt es auch vor. Ich bin auch nicht der Typ, um meine alten Hits auf 90-Festivals zu spielen. Nicht, dass das nicht gut ist, aber das bin ich nicht. Ich habe zu lang zu vieles gemacht, um dann nur meine zehn größten Hits zu
performen. (MS)

Wann und wo?

Freitag, 9. Juni, ÖVB-Arena, 20 Uhr

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