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Foto: Unsplash
1. Juli 2026

Maschinen lernen, Bremen gestaltet

Beim KI-Festival „Bremen Fast Forward“ zeigen Unternehmen und Forscher:innen die Transformation von Wirtschaft und Arbeitswelt

Beim KI-Festival „Bremen Fast Forward“ zeigen Unternehmen und Forscher:innen die Transformation von Wirtschaft und Arbeitswelt

Wie wird Künstliche Intelligenz den Alltag, die Arbeitswelt und die Unternehmen verändern? Über diese und weitere Fragen sprechen im August viele kluge Menschen beim neuen KI-Festival „Bremen Fast Forward“. Veranstaltet vom WESER-KURIER, zeigen am 20. und 21. August Bremer Unternehmen und Forschungsinstitute in der Energieleitzentrale, was für sie die digitale Gegenwart ist und wie weit sie bei Forschung und Nutzung in die Zukunft denken.

Die Veranstaltung findet zudem bewusst im „KI-Sommer“ statt, denn mehrere tausend Wissenschaftler:innen treffen sich in der Hansestadt, um bei der „Internationalen Gemeinsamen Konferenz für Künstliche Intelligenz“ (IJCAI, gesprochen: „Itschkei“) über zukunftsweisende Forschung zu diskutieren. Das ist seit Jahrzehnten eine der wichtigsten Plattformen für KI-Forschung weltweit. Bremen als Gastgeber der IJCAI ist ein Beleg dafür, welches hohe Ansehen die Forscher:innen aus der Hansestadt genießen.

Beim neuen KI-Festival „Bremen Fast Forward“ wird neben dieser Forschung außerdem die Anwendung von KI und Robotik thematisiert. Darüber hinaus diskutieren Teilnehmende darüber, wie der digitale Wandel die Gesellschaft in Zukunft verändert.

Auf der Bühne steht unter anderem ein Mann, über den die renommierte US-Tageszeitung „New York Times“ vor einigen Jahren schrieb, eine Künstliche Intelligenz werde ihn „Papa“ nennen: Prof. Jürgen Schmidhuber (kl. Foto unten links). Damals waren ChatGPT und andere Werkzeuge noch nicht auf dem Markt, doch der „Vater der modernen KI“ arbeitete schon lange an den Grundlagen dafür.

Zukunft der künstlichen Intelligenz

Schon zu Beginn der 1990er-Jahre veröffentlichte Schmidhuber an der Technischen Universität München Grundlagen der „Generativen KI:“ die erste Transformer-Variante (siehe das T in ChatGPT), „Pre-Training“ für „Deep Learning“ (das P in ChatGPT), und das erste „Generative Adversarial Network“ (heute macht man damit „DeepFakes“).

Bereits in den 2010er-Jahren wurden die künstlichen neuronalen Netzwerke seines Labors jeden Tag milliardenfach genutzt, zum Beispiel für automatische Übersetzung, Spracherkennung, lernende Roboter und Finanzvorhersagen.

Elon Musk schrieb auf X: „Schmidhuber invented everything“ – er hat das alles erfunden. Natürlich nicht alleine, muss man ergänzen, auch andere haben in der Grundlagenforschung viel geleistet. Doch Jürgen Schmidhuber gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten in der Entwicklung von KI. Er ist heute wissenschaftlicher Direktor des Schweizer KI-Labors IDSIA, Gründer verschiedener KI-Firmen, berät Regierungen und ist ein sehr gefragter Redner. Am 20. August wird Schmidhuber bei „Bremen Fast Forward“ über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz
sprechen.

Ebenfalls dabei ist die Unternehmerin Janna Ensthaler. Sie ist bekannt aus der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ und selbst sehr erfolgreiche Gründerin, wirkt heute vor allem als Investorin – auch in KI-Unternehmen. Gloria-Sophie Burkandt, Model, Influencerin (über 300.000 Follower) und Tochter von Markus Söder wird ihr Buch „Generation KI“ vorstellen und darüber sprechen, welche Bedeutung das Menschsein in der digitalen Welt hat.

Der erste Festivaltag richtet sich unter anderem an Menschen, die sich im beruflichen Kontext für KI interessieren. Am zweiten Tag, dem 21. August, sind Schüler:innen, Auszubildende und Studierende bei freiem Eintritt die Zielgruppe.

Ziel des KI-Festivals ist es, mit Vorträgen, Workshops und Diskussionen Lust auf die digitale Zukunft zu machen, ohne die Risiken des Wandels auszublenden. Der Senat, die Handelskammer, die Handwerkskammer und die Unternehmensverbände unterstützen dieses Projekt.

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