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Horst Müller bei einer Führung durch die neue Ausstellung in der Kunsthalle Bremen. Foto: Max Stascheit
#Ausstellungen
29. April 2024

Ausstellung „Three by Chance“ in der Kunsthalle Bremen

Eine Freundschaft unter Künstlern in der Hansestadt

Eine Freundschaft unter Künstlern in der Hansestadt

Es war reiner Zufall, als sich die Künstler Wolfgang Michael, Norbert Schwontkowski († 2013) und Horst Müller 1972 auf Kreta begegneten. Nach diesem Treffen verband die Kunstschaffenden eine langjährige Freundschaft. Der Titel zur neuen Ausstellung in der Kunsthalle, die sich mit den Arbeiten der drei Künstler beschäftigt, heißt passenderweise „Three by Chance“.

Der Titel spielt auf die Zufallsbegegnung der drei Männer an. Gemeinsam bezogen sie zwei Jahre später ein Bremer Haus an der Kohlhökerstraße 60a und gründeten dort eine Künstlergemeinschaft, in der sie auch lebten. Es wurde philosophiert, gemeinsam Yoga praktiziert, gearbeitet und über Kunst gesprochen. 2013 verstarb Norbert Schwontkowski.

Die nun zu besichtigende Werkschau der drei Künstler besteht zum Großteil aus zusammenhängenden und sich gegenüber gestellten Installationen, manchmal in einem Raum, manchmal in den nächsten führend. Dennoch sind die jeweiligen Positionen klar abgegrenzt. Ein Beispiel: Künstler Müller entwarf mit „Das Rendezvous“ zwei Uhren, die unterschiedliche Zeiten anzeigen und zugleich das Ewigkeitssymbol einer Acht bilden. Das Werk wird von Schwontkowskis „Uhrenwürger“ entgegengesetzt und so kommentiert. Auf der Malerei hat eine Figur ebenfalls eine Uhr im Würgegriff und presst aus dieser eine Acht.

Ein eigens für die biografischen Hintergründe der Künstler geschaffener Raum verfügt über eine kleine Bibliothek mit Werken, welche die Künstler beeinflusst haben. Diese können von den Besucher:innen gelesen werden. Ob melancholisch-surrealistisch, Farbspiele, Fotografien oder abstrakte Möbel, die einzelnen Räume sind erfüllt von unterschiedlichen Themen. Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten wie die Motive Welt und Licht in diversen Ausführungen: Von einem Beamer bis hin zu einer Lichtinstallation auf dem Boden oder Reflexionen in Spiegeln – Licht spielt eine zentrale Rolle.

Texte oder begleitende Hinweisschilder zu den Werken selbst liefert die Ausstellung nicht, die Betrachter:innen sollen sich ihr eigenes Bild machen und Zusammenhänge zwischen den Werken entdecken. Führungen geben zusätzliche Infos.

Infos und Karten: www.kunsthalle-bremen.de

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