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Foto: Christoph Köstlin
27. Februar 2024

„Die Musik steht bei mir immer an erster Stelle“

Der Stargeiger kommt am 7. Juli auf die Seebühne

Er gilt als derzeit erfolgreichster Crossover-Musiker und füllt mit seiner speziellen Mischung aus Klassik und Pop riesige Hallen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Stargeiger David Garrett das Album „Iconic“ als Hommage an die großen Geiger des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Tour zum Album führt ihn auch nach Bremen. Wir sprachen mit ihm unter anderem über seinen geplanten Auftritt in der Hansestadt und ein einschneidendes Erlebnis beim Kochen.

Er gilt als derzeit erfolgreichster Crossover-Musiker und füllt mit seiner speziellen Mischung aus Klassik und Pop riesige Hallen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Stargeiger David Garrett das Album „Iconic“ als Hommage an die großen Geiger des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Tour zum Album führt ihn auch nach Bremen. Wir sprachen mit ihm unter anderem über seinen geplanten Auftritt in der Hansestadt und ein einschneidendes Erlebnis beim Kochen.

Ihre aktuelle Tour trägt den Titel „Iconic“: Was kann das Publikum Ikonisches bei Ihren Konzerten erwarten?

Tolle, klassische Musik. Aber auch Stücke, die Menschen kennen, die nicht klassikaffin sind. Es gibt eine wundervolle Mischung aus verschiedensten Epochen. Wir stehen als Trio auf der Bühne, mit klassischer Gitarre, Vimana und natürlich ich an der Geige. Die Interpreten reichen von Mozart, über Tschaikowski bis hin zu modernen Stücken. Unterhaltung ist mir bei meinen Konzerten sehr wichtig. Ich erzähle dem Publikum auch kleine Anekdoten und warum mich bestimmte Stücke besonders bewegen.

Bei dieser Tour scheint das Publikum generell sehr eingebunden zu werden.

Ja, wir haben in diesem Jahr einen Aufruf in den einzelnen Konzertstädten gestartet, dass Zuschauer:innen mir Fragen stellen können. Mein Management hat diese gesammelt, ich kenne die Fragen nicht und beantworte einige live auf der Bühne.

Am 7. Juli spielen Sie auf der Seebühne: Was fällt Ihnen spontan zu Bremen ein?

Ich habe in meinem Leben schon öfter in Bremen gespielt und erinnere mich besonders gut an einen Tourabschluss dort. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es war sehr feucht-fröhlich (lacht). Ich bin sehr gern bei euch im Norden, meine Schwester ist in der Gegend ansässig und Bremen ist immer ein schöner Fleck Erde. Die Location der Seebühne sieht toll aus und gerade im Sommer wird das ein richtig tolles Event.

Sie haben bereits mit großen Künstler:innen zusammengearbeitet, wer steht noch auf Ihrer „Liste“?

Eine Liste mit Namen habe ich nicht, so etwas ergibt sich durch die musikalischen Projekte, die mir Spaß machen. Manchmal fallen mir dann Namen und Kollegen ein, die ich toll finde und sehr wertschätze und es wird der ein oder andere Anruf gemacht. Die Musik steht bei mir immer an erster Stelle. Ich bin gespannt, was in Zukunft noch passiert, da ich nie im Voraus plane.

Welche Art von Musik läuft privat bei David Garrett?

Das kann von EBM über House, Rock oder Pop alles sein. Es muss nicht immer zwangsläufig Klassik sein. Ich bin äußerst flexibel, es kommt auf die aktuellen Gemütszustände an. Das Schöne an der Musik ist ja, dass es für jede Nuance den richtigen Soundtrack gibt. Ich finde, die Abwechslung macht es aus.

Ganz anderes Thema: Sie haben vor Kurzem bei einem Interview gekocht und sich in den Finger geschnitten. Haben sich Ihre Fähigkeiten mittlerweile in dem Bereich weiterentwickelt?

Tja, den Schnitt auf meinem linken Daumen habe ich immer noch. Das Interview war thematisch anders aufgezogen und mal ein ganz anderer Ansatz. Ich habe jedoch vorher gesagt, dass ich eigentlich nicht so gut kochen kann (lacht). Ich habe ein Rezept von meiner Mutter bekommen und es vorher geprobt. Aber wie es kommen muss, so kam es: Es ging alles schief, so ist es halt manchmal im Leben.

Was dürfen Ihre Fans in diesem Jahr noch musikalisch von Ihnen erwarten?

Wir sind in diesem Jahr durchgehend auf der ganzen Welt unterwegs, bis Ende November. Von Australien, über Asien und Osteuropa, nach Israel und Kroatien. Insgesamt sind es 90 Konzerte, da sind wir voll ausgebucht. Gleichzeitig feiere ich eine besondere Premiere mit meinem Klavierkonzert, das habe ich in der Corona-zeit geschrieben. Präsentieren werde ich es im Rahmen des „Tsinandali Festival“ in Georgien. Nebenbei arbeite ich natürlich auch an neuen Ideen für das nächste Album. Das wird voraussichtlich im Herbst 2024 erscheinen. Ende dieses Jahres werde ich mir aber erst einmal eine zweimonatige Auszeit nehmen. Eine „Iconic“-Tour durch Süd- und Nordamerika steht im nächsten Jahr auch noch an. Bald geht es aber erst mal nach Bremen, ich freue mich darauf.

David Garrett tritt am Freitag, 7. Juli, auf der Seebühne Bremen auf. Konzertbeginn ist um 20.30 Uhr.

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