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Ole Werner. Foto: Christina Kuhaupt
#Aus dem Herzen der Raute
23. Mai 2024

Mix aus Schaaf und Kohfeldt

Ole Werner ist mit seinen 35 Jahren der jüngste Trainer in der gesamten Bundesliga. Ab diesem Sommer leitet er seine zweite Saisonvorbereitung bei Werder.

Ole Werner ist mit seinen 35 Jahren der jüngste Trainer in der gesamten Bundesliga. Ab diesem Sommer leitet er seine zweite Saisonvorbereitung bei Werder.

Bei der Gelassenheit, die Ole Werner ausstrahlt, kann man schnell vergessen, wie jung er noch ist. Im Mai feierte er seinen 35. Geburtstag und ist weiter der jüngste Trainer der gesamten Bundesliga. In diesem Sommer leitet Werner erst seine zweite Saisonvorbereitung bei Werder. Und man muss attestieren: Beim ersten Mal ist ihm das gut gelungen.

Vorher war er nie Trainer in der Bundesliga gewesen, der Jugendfußball und die zweite Liga waren sein Revier – bis ihm mit Bremen der Aufstieg gelang. Nach seiner ersten Bundesligavorbereitung im Sommer 2022 kam Werder gut aus den Startlöchern: Zwei Siege und drei Unentschieden in den ersten sieben Spielen waren mehr, als dem Aufsteiger zugetraut wurde. Zumal Spiele wie der 3:2-Sieg in Dortmund für große Emotionen sorgten. Am Ende brachte der junge Cheftrainer den Traditionsverein sicher ins Ziel. Der Klassenerhalt war nie ernsthaft in Gefahr, Werder stellte sogar den Torschützenkönig – Niclas Füllkrug mit 16 Treffern. Das war eine starke Leistung des Trainers, zumal fast alle Konkurrenten bessere und teurere Kader hatten.

 

Als Lohn wurde Ole Werners Vertrag nun verlängert. Eine Selbstverständlichkeit war das aus Sicht des Trainers nicht, denn es ist ja so: Je nachdem, wie der Kader der Grün-Weißen letztlich aussieht, könnte Werder auch schnell wieder in den Keller rutschen – und dann steht ein Trainer automatisch ebenso schnell in der Kritik. Dann wäre bald vergessen, wie souverän er den Aufstieg und den Klassenerhalt schaffte.

Wäre er am Ende der neuen Saison weiterhin Werder-Trainer, würde das viele Fans freuen – weil er als Mischung aus Thomas Schaaf und Florian Kohfeldt gut zu Werder passt. Bisher war er in 55 Pflichtspielen für die Bremer verantwortlich. Kämen nun 34 Ligaspiele und mindestens ein Pokalspiel dazu, wäre er schon bei 90 Spielen. Das wäre bereits Platz sieben in Werders Trainerliste – hinter Otto Rehhagel (655 Spiele), Thomas Schaaf (644), Georg Knöpfle (183), Sepp Piontek (152), Fred Schulz (151) und Florian Kohfeldt (142).

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