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13. August 2026

Bunt, laut, politisch

„Generationen voller Pride“ beim CSD Bremen

„Generationen voller Pride“ beim CSD Bremen

Der Christopher Street Day (CSD) ist weit mehr als eine Demonstration: Für viele queere Menschen ist er ein Ort der Gemeinschaft, Sichtbarkeit und Selbstbestärkung. 1979 gehörte der CSD Bremen landesweit zu einer der ersten Demonstrationen dieser Art und zählt heute sogar zu den fünftgrößten in Deutschland – vergangenes Jahr kamen rund 29.000 Menschen zusammen.

Unter dem Motto „Generationen voller Pride – glücklich, sichtbar, stark“ soll in der Innenstadt am Samstag, 22. August, die Vielfalt queerer Lebensrealitäten über alle Altersgruppen hinweg sichtbar werden. Was das konkret bedeutet und welche Herausforderungen die Organisator:innen aktuell beschäftigen, erzählt Olaf Grotheer, Mitglied im Vereinsvorstand, im Interview.

Was wird den CSD Bremen in diesem Jahr besonders machen?
Olaf Grotheer: Jeder CSD ist besonders, vor allem durch die Menschen, die zusammenkommen. Gerade für junge queere Menschen ist es oft eine prägende Erfahrung, sich plötzlich als Teil einer großen Gemeinschaft zu erleben. Der CSD schafft Raum für Begegnungen ohne Angst vor Abwertung, für Vorbilder, Solidarität und Freude. Auch 2026 soll ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm den Tag begleiten. Nach dem Demonstrationszug setzt die Abschlussversammlung ein klares Zeichen für Respekt und Akzeptanz.

 

Welche Botschaft soll vom diesjährigen CSD ausgehen?

Das Motto „Generationen voller Pride – glücklich, sichtbar, stark“ betont, dass queeres Leben alle Altersgruppen umfasst.  In der öffentlichen Wahrnehmung und Berichterstattung stehen heute häufig vor allem junge Menschen im Mittelpunkt. Dabei gerät die Vielfalt queerer Lebensrealitäten über alle Altersgruppen hinweg schnell aus dem Blick. Zugleich erinnert es daran, dass viele Rechte von früheren Generationen erkämpft wurden. „Glücklich“ steht für ein freies, selbstbestimmtes Leben, „sichtbar“ für die Voraussetzung von Akzeptanz und Gleichberechtigung, „stark“ für Solidarität und gewachsene Gemeinschaft. Die Botschaft: Gesellschaftlicher Fortschritt braucht Engagement und die Bereitschaft zum Dialog.

Welche Herausforderungen gab es bei der Planung?
Die größte Herausforderung war und ist in diesem Jahr die Finanzierung. Der CSD finanziert sich zu einem wesentlichen Teil aus den Umlagen der Teilnehmenden. Da dies allein jedoch nicht ausreicht, sind wir auf Spenden und Sponsoring angewiesen, um Infrastruktur wie Toiletten und Versorgungsangebote sicherzustellen. Ebenso wichtig ist es bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung, genügend Ordner:innen für Auf- und Abbau sowie die Demonstration zu gewinnen

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